Über mich

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… Meine berufliche Bestimmung fand ich zunächst in einer Werbeagentur als Grafikerin und Illustratorin. In dieser Zeit war es mir nicht möglich einen Hund zu halten, dafür zogen Katzen bei uns ein.

Die Zeit verging und meine Kinder kamen auf die Welt. Ihre Erziehung war sehr anspruchsvoll und so gab ich meinen Beruf auf und kümmerte mich um ihre Erziehung und Förderung. In dieser Zeit lernte ich viel über Erziehung, das Annehmen von nicht Veränderbarem und das Loslassen von eigenen Wunschvorstellungen. Aber auch die Kraft zu haben, Dinge zu verändern, die man ändern kann. Über die Parallelen zur Hundeerziehung bin ich immer wieder erstaunt.

Der Wunsch nach einem eigenen Hund verließ mich nie, als meine Kinder im Grundschulalter waren, konnte ich mir endlich diesen Wunsch erfüllen und unser Pepino zog bei uns ein. Ein Hund aus dem spanischen Tierschutz. Pepino war ein Beispiel dafür, dass Hunde aus dem Tierschutz nicht zwangsläufig schwierig sein müssen. Er war ein fröhlicher Hund, der keinerlei Probleme machte. Er war in der Hundeschule der Streber und machte für ein Leckerchen einfach alles. Aber genau das brachte mich immer mehr ins Grübeln. Hatte ich mal keine Leckerchen in der Tasche, funktionierte plötzlich gar nichts mehr. Machte er also Dinge, die ich von ihm verlangte wirklich nur wegen des Lecherchens, oder wegen mir? Kam er zu mir zurück oder zur Leberwursttube, wie stand es um unsere Beziehung? Ich wollte mehr! Ich wollte eine echte Verbindung zu meinem Hund und nicht nur als Futterautomat fungieren. Ich musste mir eingestehen, dass wir gar nicht so eine gute Verbindung hatten, wie ich es mir wünschte. Ich wollte mehr wissen, mehr als das, was man auf einem Hundeplatz für gewöhnlich lernt. So entschied ich mich für eine Ausbildung zur Hundetrainerin. Auch außerhalb dieser Ausbildung besuchte ich Seminare, nahm an vielen Webinaren teil und lernte so viel über das Ausdrucksverhalten von Hunden. Wie strukturieren sich Hund in einer Gruppe? Wer führt wen? Welche Kompetenzen braucht es um einen Hund gut zu führen? Vieles was man früher über Führung beigebracht bekam, ist tatsächlich längst überholt bzw. widerlegt. Dennoch, ganz ohne Führung, ohne Grenzen ist eine naturnahe, artgerechte Hundeerziehung nicht möglich. Was aber unabdingbar ist, ist ein wohlwollender Umgang mit unseren Hunden, der Respekt und das Verständnis ihres naturgegebenen Verhaltens. Die autoritative Erziehung ist deshalb für mich vorzuziehen.